Die Haltung
Karakale und Servale werden als mittelgroße Kleinkatzen eingestuft, d.h. sie haben ausgewachsen in etwa die Größe eines Königspudels.
Handaufzuchten werden sehr zahm und stellen für den Menschen nicht einmal ansatzweise eine Gefahr dar. Ein direktes Zusammenleben ist daher problemlos möglich, ein Haus mit Garten wird allerdings vorausgesetzt!
Das Bundesamt für Naturschutz fordert darüber hinaus noch ein Außengehege von mindestens 15 qm Größe. Es steht aber jedem frei, den Garten entsprechend einzuzäunen. Erfahrungsgemäß lieben unsere Tiere jedoch das direkte Zusammenleben mit dem Menschen und bevorzugen daher das Haus als unmittelbaren Lebensraum. Karakale und Servale unterliegen Anhang B des Washingtoner Artenschutzabkommens, d.h. sie sind nicht genehmigungs-, sondern nur meldepflichtig. Hier muss gegenüber dem zuständigen RP nachgewiesen werden, dass das Tier in Gefangenschaft innerhalb der EU geboren wurde. Ein Herkunftsnachweis seitens des Verkäufers ist diesbezüglich vollkommen ausreichend.
Karakale und Servale sind dafür prädestiniert, mit Menschen zusammenzuleben. Aufzeichnungen belegen, dass sie sich selbst in freier Wildbahn vermehrt in der Nähe von Menschen aufhalten und von manchen Urvölkern sogar heute noch ohne Zwang als Haustiere gehalten werden. Verantwortungsvolle Halter, die vielleicht auch noch hin und wieder einen Spaziergang mit ihrem Karakal oder Serval unternehmen wollen, werden dem Tier also völlig gerecht - im Gegensatz zu vielen Zoos, in denen diese sehr intelligenten Tiere oft nur in kleinen gefliesten Räumen gehalten werden. Dieser mangelnde Kontakt zur Außenwelt führt dazu, dass immer mehr Tiere an Hospitalismus leiden.

